Känguru der Mathematik 2020

Känguru der Mathematik

… das ist

  • ein mathematischer Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer in mehr als 80 Ländern weltweit
  • ein Wettbewerb, der einmal jährlich am 3. Donnerstag im März in allen Teilnehmerländern gleichzeitig stattfindet und als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben wird
  • eine Veranstaltung, die die mathematische Bildung in den Schulen unterstützen, die Freude an der Beschäftigung mit Mathematik wecken und festigen und durch das Angebot an interessanten Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht fördern soll
  • ein Einzelwettbewerb, bei dem in 75 Minuten je 24 Aufgaben in den Klassenstufen 3/4 und 5/6 bzw. je 30 Aufgaben in den Klassenstufen 7/8, 9/10 und 11–13 zu lösen sind
  • ein Wettbewerb mit großen Teilnehmerzahlen: in Deutschland sind sie von 184 im Jahr 1995 auf etwa 968.000 im Jahr 2019 gestiegen

Quelle: https://www.mathe-kaenguru.de

Corona hat alles verändert

In diesem Jahr hat Corona die Durchführung des Wettbewerbs erheblich erschwert. Die Verantwortlichen haben aber sehr flexibel reagiert und die Möglichkeit eröffnet, die Aufgaben zu Hause zu lösen und die Lösungen online abzugeben.

Da die ganzen Informationen nur online laufen konnten, haben von unserer Schule wenige Schüler mitgemacht, dafür aber mit Erfolg.

1. Platz

Freya Wulfen 7d

Freya hat darüber hinaus auch den weitesten Kängurusprung geschafft. Das sind die meisten nacheinander fehlerfrei gelösten Aufgaben.

2. Platz

Jonas Meyer 6d

3. Platz

Meiko Kahle 5c

Vom Förderverein der Schule erhielten alle Gewinner einen Buchgutschein.

Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich wieder ganz normal den Wettbewerb durchführen können.

Hans-Jürgen Chwolka

Fachbereichsleiter Mathematik & Naturwissenschaften

IGS Ihlow

Anne Frank Tag


Der Anne-Frank-Tag an der Hermann-Tempel-Schule: „Anne ist ein Vorbild für mich!“

(Zitat eines Schülers aus der siebten Klasse)

„Judengesetz folgt auf Judengesetz und unsere Freiheit wurde stark beschränkt, aber es ist noch auszuhalten.“ (10. Juni 1942)

In diesem Jahr wäre Anne Frank am 12. Juni 91 Jahre alt geworden. Zu diesem freudigen Ereignis ist es aber leider nicht mehr gekommen. Im Februar 1945 starb Anne im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen an den Folgen einer Fleckfiebererkrankung.

Ihr kurzes Leben hat seitdem viele Generationen bewegt und dazu veranlasst, gegen Rassismus und Antisemitismus vorzugehen. Grund ihrer Bekanntheit ist ihr Tagebuch, das das jüdische Mädchen in ihrem Versteck in Amsterdam verfasste. In diesem hielt sie ihre Gedanken, Gefühle und Strapazen fest, die sich durch die einschränkenden Maßnahmen und Verordnungen der Nationalsozialisten ergaben.

Bereits bevor Anne mit ihrer Familie in ein Versteck flüchtete, war es den Juden verboten worden, Kinos, Cafés, Restaurants, Eisdielen, Schwimmbäder, Bibliotheken, Lesesäle und „deutsche“ Schulen zu besuchen. Und im Versteck angelangt, wurde die Situation nicht leichter. Anne berichtet hier in ihrem Tagebuch: „Die Sonne scheint, der Himmel ist tiefblau, es weht ein herrlicher Wind und ich sehne mich so – ich sehne mich so, – nach allem … Nach Gesprächen, nach Freiheit, nach Freunden, nach Alleinsein.“ (12. Februar 1944)

Der anfangs zitierte Tagebuchauszug vom 10. Juni 1942 beeindruckt vor diesem Hintergrund. Die 12-Jährige blickte trotz all der Beschränkungen positiv auf die ausweglos erscheinende Situation, in der der Tod ganz nah war.

Auch wenn unsere Schülerinnen und Schüler heute in einer ganz anderen Zeit und Situation leben, wird in Zeiten von Covid-19 auch ihre Freiheit sicht- und spürbar eingeschränkt. Der Anne-Frank-Tag wurde an der Hermann-Tempel-Schule in Ihlow nicht zuletzt aus diesem Grund zum Anlass genommen, eine eigene Definition von Freiheit zu erarbeiten und den Vorbildcharakter der Anne Frank in der aktuellen Situation zu beleuchten. Hierbei stellte sich heraus, dass Anne Frank von vielen Schülerinnen und Schülern als Vorbild angesehen wird. Gerade in ihrer positiven Haltung gegenüber der schweren Situation, in der sie sich befand, sehen die Schülerinnen und Schüler einen Anhaltspunkt, der sie dazu ermutigt, auch in Zeiten von zeitweisen Freiheitsbeschränkungen weiterhin positiv in die Zukunft zu blicken.    

Leben mit Corona

Schülerinnen und Schüler werden zu Zeitzeugen ihrer Zeit

Die Corona-Krise ist einmalig in der Geschichte. Noch nie galt für ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung eine Ausgangssperre, wurden Gottesdienste, Großveranstaltungen und selbst das Arbeitsleben in einem solchen Ausmaß heruntergefahren bzw. staatlich verboten. Die Corona-Krise ist nicht zuletzt aus diesen Gründen historisch einmalig und wir werden wohl noch eine ganze Zeit an den Folgen zu tragen haben.

Viele Schülerinnen und Schüler der sechsten bis achten Klasse der Hermann-Tempel-Gesamtschule in Ihlow nahmen diese einmalige Situation zum Anlass und beteiligten sich an der Mitmach-Aktion „Geschichte für morgen. Unser Alltag in der Corona-Krise“, die von der Körber-Stiftung ausgeschrieben wurde. Sie wurden hierdurch zu Zeitzeugen ihrer Zeit. In Sachtexten, Videos, Tagebucheinträgen und auf Plakaten stellen die Schülerinnen und Schüler ihre ganz eigene Sicht auf die Corona-Krise dar. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand die Frage, welchen Einfluss das Corona-Virus auf ihr Leben und das ihrer Mitmenschen hat bzw. hatte. Die Beiträge zeigen dabei, dass das in der Presse teilweise überstrapazierte Wort der Solidarität keine leere Hülse für die Schülerinnen und Schüler darstellt, sondern in Form von Einkäufen für die Nachbarn oder dem Nähen von Masken gelebt und ausgelegt wird. Sie zeigen aber auch die negativen Seiten der aktuellen Beschränkungen. Nicht nur, dass sie ihre Hobbys nicht ausleben können, sondern auch soziale Kontakte vermissen.

Insgesamt wird die Sichtweise von Kindern auf die Krise sehr eindrücklich deutlich, die doch in der aktuellen Berichterstattung, in der es vorrangig um die Belange der Erwachsenen geht, oftmals zu kurz kommt bzw. gänzlich fehlt. Ein Blick in die Ergebnisse unserer Schülerinnen und Schüler lohnt sich also.

Text: Jan Heermann