Anne Frank Tag


Der Anne-Frank-Tag an der Hermann-Tempel-Schule: „Anne ist ein Vorbild für mich!“

(Zitat eines Schülers aus der siebten Klasse)

„Judengesetz folgt auf Judengesetz und unsere Freiheit wurde stark beschränkt, aber es ist noch auszuhalten.“ (10. Juni 1942)

In diesem Jahr wäre Anne Frank am 12. Juni 91 Jahre alt geworden. Zu diesem freudigen Ereignis ist es aber leider nicht mehr gekommen. Im Februar 1945 starb Anne im Alter von 15 Jahren im Konzentrationslager Bergen-Belsen an den Folgen einer Fleckfiebererkrankung.

Ihr kurzes Leben hat seitdem viele Generationen bewegt und dazu veranlasst, gegen Rassismus und Antisemitismus vorzugehen. Grund ihrer Bekanntheit ist ihr Tagebuch, das das jüdische Mädchen in ihrem Versteck in Amsterdam verfasste. In diesem hielt sie ihre Gedanken, Gefühle und Strapazen fest, die sich durch die einschränkenden Maßnahmen und Verordnungen der Nationalsozialisten ergaben.

Bereits bevor Anne mit ihrer Familie in ein Versteck flüchtete, war es den Juden verboten worden, Kinos, Cafés, Restaurants, Eisdielen, Schwimmbäder, Bibliotheken, Lesesäle und „deutsche“ Schulen zu besuchen. Und im Versteck angelangt, wurde die Situation nicht leichter. Anne berichtet hier in ihrem Tagebuch: „Die Sonne scheint, der Himmel ist tiefblau, es weht ein herrlicher Wind und ich sehne mich so – ich sehne mich so, – nach allem … Nach Gesprächen, nach Freiheit, nach Freunden, nach Alleinsein.“ (12. Februar 1944)

Der anfangs zitierte Tagebuchauszug vom 10. Juni 1942 beeindruckt vor diesem Hintergrund. Die 12-Jährige blickte trotz all der Beschränkungen positiv auf die ausweglos erscheinende Situation, in der der Tod ganz nah war.

Auch wenn unsere Schülerinnen und Schüler heute in einer ganz anderen Zeit und Situation leben, wird in Zeiten von Covid-19 auch ihre Freiheit sicht- und spürbar eingeschränkt. Der Anne-Frank-Tag wurde an der Hermann-Tempel-Schule in Ihlow nicht zuletzt aus diesem Grund zum Anlass genommen, eine eigene Definition von Freiheit zu erarbeiten und den Vorbildcharakter der Anne Frank in der aktuellen Situation zu beleuchten. Hierbei stellte sich heraus, dass Anne Frank von vielen Schülerinnen und Schülern als Vorbild angesehen wird. Gerade in ihrer positiven Haltung gegenüber der schweren Situation, in der sie sich befand, sehen die Schülerinnen und Schüler einen Anhaltspunkt, der sie dazu ermutigt, auch in Zeiten von zeitweisen Freiheitsbeschränkungen weiterhin positiv in die Zukunft zu blicken.    

Thrash-Metal – Musikalisches Recycling


Ja! Der gesamte Jahrgang 6 der IGS Ihlow hat sich mit diesem Thema im Musikunterricht auseinandergesetzt und dazu ein tolles Projekt gestartet.

Nachdem die Schüler und Schülerinnen erste Grundlagen zur Tonerzeugung gelernt haben, wruden im Unterricht erste Bauskizzen entworfen und gemeinsam überlegt, welche Voraussetzungen und Materialien nötig sind, um stabile und vor allem spielbare Instrumente daraus zu bauen.

Die Kinder durchsuchten dann Scheunen und Dachböden von Familien und Nachbarn nach Schrott und Sperrmüll, um daraus Perkussionsinstrumente zu bauen. Jedes Kind konnte so ein Instrument erfinden, das seinen eigenen Klangvorstellungen entsprach. Es entstanden so im Laufe des 1. Halbjahres tolle Bauvorhaben mit entsprechend kreativen Ergebnissen.
Damit die Instrumente nach Beendigung der Unterrichtsreihe auch anderen gezeigt werden konnten, beschlossen wir, eine Ausstellung zu machen – und natürlich zu beweisen, dass die Instrumente auch wirklich spielbar sind.

Aber was ist wichtig, um eine Ausstellung vorzubereiten? Wir brauchten Räumlichkeiten, Werbung, Aufsteller – und natürlich kreative Namen für die einzelnen Instrumente.
Dazu bekam der 6. Jahrgang sehr viel Unterstützung:
Die Gemeinde Ihlow erklärte sich freundlicherweise dazu bereit, das Rathaus als Ausstellungsfläche zur Verfügung zu stellen, Ingo Reimann baute für die großen Instrumente spezielle Aufsteller, Jürgen Todtberg zeichnete ein Plakat zur Ausstellung und die Klasse 9a unterstützte den Jahrgang bei Aufbau und Durchführung der Ausstellungseröffnung im Rathaus.

Am 26.03. war es dann endlich soweit: 60 aufgeregte Kinder eröffneten bei leider regnerischem Wetter vor dem Rathaus Ihlow lautstark die Eröffnung der Ausstellung. Dazu spielten sie zum dem Werk „Trepak“ von dem russischen Komponisten P. Tschaikowsky auf ihren Instrumenten. Es war ein voller Erfolg!
Melina Mouson aus der Klasse 6b hielt souverän die Ansprache zur Ausstellung und berichtete vor Presse, Bürgermeister und Schulleiter kurz von dem Projekt.
Die Zuschauer waren begeistert und forderten sogar eine Zugabe!

Text: Kordula Todtberg
Bilder/Plakat: Kordula und Jürgen Todtberg

Zum Projekt
Handlungsorientiert!
Die Schüler wenden gelernte Inhalte (z.B. physikalische Grundlagen zur Tonerzeugung) durch den Bau eigener Instrumente praktisch an.
Umweltbewusst und kreativ!
Schrott und Sperrmüll? Nein danke! Wir bauen Instrumente daraus und tun so etwas Gutes für die Umwelt!
Fächerübergreifend!
In dem Projekt wurden Aspekte aus den Fachbereichen Physik, Kunst, Werken, Musik und Umwelterziehung einbezogen.
Kulturell!
Die Schüler bereiteten selbstständig eine Kunstausstellung vor und bewiesen die Spielbarkeit ihrer Instrumente lautstark hörbar bei der Vernissage (Ausstellungseröffnung)
Kooperativ!
Durch die Kooperation der IGS Ihlow mit der Gemeinde Ihlow entstand das Erlebnis von „Schule als Gemeinschaft“:
Die Schüler erleben sich selbst als Bestandteil kultureller Mitwirkung in der Gemeinde.
Ansprechend!
Alle Schüler konnten Erfolgserlebnisse verzeichnen – und sich zum Teil auf dem Ausstellungsplakat wiederfinden.